Unverhältnismäßige Verschärfung des Düngerechts wird zu beträchtlichen Ernteausfällen führen

02.04.2019 08:53
von JU Niedersachsen
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Junge Union fürchtet um die Existenz landwirtschaftlicher Betriebe in Niedersachsen

Kachel Düngeverordnung

Bereits im Januar kündigte Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner eine erneute Erneuerung der Düngeverordnung an, um den Anforderungen der Europäischen Kommission nachzukommen. Kernpunkt der Novelle ist dabei u.a. eine vom Nährstoffbedarf abweichende Düngung von bis zu 20%. Darüber hinaus enthält die geplante Verordnung schärfere Stickstoffobergrenzen, den verpflichtenden Zwischenfruchtanbau vor den Sommerkulturen und ein Verbot der Düngung im Herbst.

Diese Maßnahmen würden nach Meinung der agrarpolitischen Sprecherin der JU Niedersachsen Henrike-Catherine Börstling zu massiven Ernteausfällen in der niedersächsischen Landwirtschaft führen.

Die JU Niedersachsen appelliert an Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner, dass sie keine übertriebenen neuen Düngevorschriften mitträgt, die dazu führen, dass reihenweise landwirtschaftliche Betriebe in ihrer Existenz gefährdet sind.
Der neue JU-Landesvorsitzende Christian Fühner reagiert ebenfalls irritiert auf die Absichten Klöckners: „Wir sind seit 2017 auf dem richtigen Weg – überall in Niedersachsen werden Maßnahmen umgesetzt, um die Stickstoff- und Phosphatüberschüsse zu begrenzen. Reden wir mit der Europäischen Kommission über Lösungsansätze aus Niedersachsen!“

Nötig sei nach Angaben der JU vielmehr eine präzise Analyse der sog. roten Gebiete, in denen die Grenzwerte überschritten werden und des tatsächlichen Ursprungs der hohen Nitratbelastung. Ebenso fordert die JU, noch mehr auf die neuen Technologien der Agrarbranche zu setzen. „Durch den flächendeckenden Ausbau des Precision Farming und die damit verbundenen neuen technischen Möglichkeiten wird eine pflanzengenaue Düngung in naher Zukunft möglich sein und die Ausbringung von Wirtschaftsdüngern sinken“, so Börstling.

„Wir wollen keine abrupten unverhältnismäßigen Verschärfungen, sondern eine mit allen Beteiligten konforme Verordnung“, sagt Börstling weiter. „Es ist unabdingbar, eine gemeinsame Lösung mit den Landwirten zu finden. Die Landwirte müssen und wollen sich an gerechte Verordnungen halten, sie müssen aber auch eingebunden werden.“

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