Junge Union fordert bestehende Tools der digitalen Bildung für Zeit nach den Osterferien verpflichtend bereitzustellen.

Der niedersächsische Kultusminister Grant Henrik Tonne hat im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie am 13. März die Schließung aller Schulen im Land angeordnet. Schüler müssen seitdem nicht zwingend mit Arbeitsmaterialien versorgt werden. Ebenso ist kein digitales Angebot für alle Schülerinnen und Schüler vorhanden.

Die Junge Union Niedersachsen fordert klare Alternativen und Anweisungen bereitzustellen, falls der 20. April als Termin für die Schulöffnungen nicht gehalten werden kann. So sollen laut JU der niedersächsische Bildungsserver mit allen für einen Unterricht von zu Hause aus relevanten Materialien ausgestattet und der Testbetrieb der niedersächsischen Bildungscloud, die bislang auf 45 teilnehmende Schulen limitiert ist, ausgebaut werden. Zusätzlich soll das Land verstärkt in den Erwerb von E-Book-Lizenzen der Schulbücher investieren, damit diese online bereitgestellt werden können.

„Der Kultusminister muss jetzt verbindliche Vorkehrungen treffen, damit es nach den Osterferien mit der digitalen Bildung koordinierter weitergeht als bisher. Das Prinzip „Alles kann, nichts muss“ ist keine zufriedenstellende Aussage, wenn es darum geht, digitalen Unterricht in Zeiten der Corona-Pandemie zu organisieren. Das Land ist Lehrern und Schülern schuldig, eine vernünftige Alternative zum Präsenz-Unterricht aufzuzeigen und sie nicht, wie jetzt geschehen mit der Herausforderung allein zu lassen. Der Bildungsserver und die Bildungscloud müssen jetzt mit Materialien gefüllt werden, um die Lehrer für den Unterricht von zu Hause aus vorzubereiten“, so der stellvertretende Landesvorsitzende Lauritz Kawe.

Besonders gelte das für die bevorstehenden Abitur-Prüfungen, die nach Meinung der Jungen Union in jedem Fall durchgeführt werden müssen. "Gerade für die Abiturienten muss schnell eine Lösung gefunden werden, um den klausurrelevanten Inhalt für die Prüfungen nachzuholen. Sie müssen die Gelegenheit bekommen, sich darauf vorzubereiten. Dazu muss das Land auch zwingend digitale Unterstützung organisieren", so Kawe.

Zeitgleich müsste laut Forderung der Jungen Union ein methodischer Wissenstransfer zwischen Universitäten und Schulen stattfinden. An Hochschulen sei es nämlich bereits seit langem gelebte Praxis, dass Vorlesungen aufgezeichnet oder Seminare live von zu Hause aus durchgeführt werden können.

„Wir haben jetzt die Chance, uns in Ruhe auf die Zeit nach den Osterferien vorzubereiten. Andere Länder wie Bayern oder das Saarland haben das alles ohne Vorlauf hinbekommen. Wir alle hoffen, dass die Krise bis nach den Osterferien vorbei ist. Falls nicht, müssen wir aber vorbereitet sein“, so Kawe abschließend

Ansprechpartnerin

Franziska Lammert

Landespressesprecherin

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