HANNOVER. Nach den neuesten Kindermissbrauchsskandalen in Münster fordert die Junge Union Niedersachsen eine deutliche Erhöhung der Mindeststrafmaße und der Verjährungsfristen für den sexuellen Missbrauch von Kindern und den Besitz von Kinderpornografie

"Es ist schlicht nicht akzeptabel, dass diese Tatbestände nur mit einer Mindeststrafe von nur sechs und drei Monaten Freiheitsstrafe geahndet werden. Die Bundesjustizministerin ist hier gefordert eine zeitnahe Nachbesserung anzustrengen", erklärt Moritz Übermuth, netzpolitischer Sprecher der Jungen Union. Im Detail schlägt Übermuth vor den Strafrahmen für beide Delikte auf mindestens 3 Jahre Freiheitsstrafe zu erhöhen. Eine Bewährungsstrafe wäre damit ausgeschlossen.

"Kinder sind die schutzlosesten Mitglieder unserer Gesellschaft, wer sie derart verletzt und auf Jahre traumatisiert muss mit der vollen Härte des Rechtsstaats rechnen", führt Übermuth weiter aus. Große Sympathie hegt der Nachwuchspolitiker für den Vorschlag der Landesjustizministerin Havliza auch die Verjährungsfristen für Kindesmissbrauch deutlich zu erhöhen. "Oft fällt es Betroffenen sehr schwer, die erlittenen Qualen zu schildern und zur Anzeige zu bringen. Der Prozess kann Jahrzehnte dauern. Es ist überfällig, hier eine angemessene Verjährungsfrist anzusetzen", so Übermuth abschließend.

Ansprechpartner

Louis Schacht

Landespressesprecher

+49 176 53806165
presse@ju-niedersachsen.de

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag