In den vergangenen knapp eineinhalb Jahren konnte nahezu kein regulärer Schwimmunterricht stattfinden, weshalb eine wachsende Anzahl an Grundschülern in Niedersachsen nicht schwimmen kann. Die Corona bedingte Schließung von Schulen und Schwimmbädern hat dazu geführt, dass die ohnehin schon sehr langen Wartelisten für Schwimmkurse noch größer geworden sind. Insbesondere die Schülerinnen und Schüler der Klassen 3-5 müssen aus Sicht des JU-Landesvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Christian Fühner nun intensiver in den Blick genommen werden.

Schon vor Corona hatten über 60% der Schülerinnen und Schüler nach der 4. Klasse keinen „Freischwimmer“. Diese Zahl wird dramatisch ansteigen und kann tragische Folgen haben. Fühner fordert nun, dass das Kultusministerium das Thema aufgreift. Möglichst alle Klassen sollen in flexiblen Modellen im Laufe der Grundschulzeit beziehungsweise beim jetzt erfolgten Übergang in die 5. Klasse den Schwimmunterricht nachholen. „Dabei muss Schwimmen im Sportunterricht oberste Priorität haben“, so Fühner. Gelingen kann dies auch durch eine Ausweitung der Lehrkräftequalifizierung. Die Sportlehrer in Niedersachsen sollen durch Intensivkurse in Zusammenarbeit mit der DLRG in die Lage versetzt werden, entsprechenden Schwimmunterricht durchzuführen, wie Fühner nach Gesprächen mit der DLRG vorschlägt.

Hierbei seien auch die Kommunen in der Pflicht dem Vormittagsschwimmunterricht in den Bädern die oberste Priorität einzuräumen. Zudem müsse mittelfristig weiter daran gearbeitet werden, die Schwimmbadkapazitäten insbesondere im ländlichen Raum zu erweitern.
Fühner stellt abschließend klar: „Alle Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen sollen in der Grundschule auch Schwimmunterricht erhalten. Das Kultusministerium sollte dieses Thema jetzt aufgreifen, so dass die Schulen ausgefallenen Schwimmunterricht nachholen müssen.

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